Psychotherapie

Als Existenzanalytikerin verstehe ich den Menschen als Person (= handlungs- und gestaltungsfähiges Wesen). Der Mensch steht stets mit sich selbst und seiner Umwelt in einem Dialog. Diesen Dialog zu fördern, ist eines der Ziele von Psychotherapie.

Die Existenzanalyse sieht den Menschen immer als handlungs- und gestaltungsfähig und einer Situation niemals gänzlich ausgeliefert.

Antoine de Saint-Exupéry (Autor von „Der Kleine Prinz“) hat das so ähnlich gesehen:

„Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ 

Psychotherapie

Bevor man sich und seine Lebenssituation verändern kann, muss man verstehen, wie man durch seine Lebensgeschichte geprägt wurde. Jeder Mensch hat spezielle gefühlsmäßige und körperliche Reaktions- und Verhaltensmuster, also besondere Fähigkeiten und Einschränkungen zur Bewältigung von Lebensereignissen. Manche waren zum Zeitpunkt ihrer Entstehung vor vielen Jahren richtig und nützlich und fallen erst nach vielen Jahren auf, wenn diese „alten Muster“ den Umgang mit anderen Menschen prägen, aber die Wahrnehmungen und Interpretationen die der Vergangenheit sind (und somit für die Gegenwart nicht mehr zutreffen) – also gedankliche Verzerrungen und Fehlwahrnehmungen sind.

So kann jemand, der in der Kindheit ständig ungerecht behandelt wurde, ein Muster des Misstrauens entwickeln und befürchtet dann auch als Erwachsener überdurchschnittlich oft, betrogen, verletzt und fallengelassen zu werden.

Je traumatisierender, rigider und eingeschränkter die kindlichen Lernerfahrungen waren, desto starrer und unflexibler wird der einzelne Mensch an ihnen festhalten und keine Handlungsalternativen haben.

In der Psychotherapie lernen Sie, den Zusammenhang zwischen Ihren Symptomen, Ihren körperlichen Reaktionen und Ihren Emotionen zu verstehen und wenn möglich, zu verändern.

Die Beschäftigung mit belastenden Erinnerungen und Gefühlen kann dazu führen, dass es Ihnen während der Psychotherapie zeitweise schlechter als vorher geht bzw. können Sie manche Sitzungen bzw. Themen als belastend erleben.

Was ist der Unterschied zwischen Energetiker, Kinesiologen etc. und Psychotherapeuten?

Psychotherapeuten sind dazu ausgebildet, alle psychischen Erkrankungen selbständig zu diagnostizieren und zu behandeln.

Sie sind zur absoluten Verschwiegenheit über alles, was ihnen ihre Klienten erzählen, verpflichtet – auch über den Tod ihrer Klienten hinaus und auch gegenüber Ehepartnern, staatlichen Dienststellen, allen Sozialeinrichtungen, dem Finanzamt,…

Psychotherapeuten müssen eine Berufshaftpflichtversicherung haben.

Alle Psychotherapeuten sind in der Psychotherapeutenliste des Gesundheitsministeriums eingetragen (Suchbegriff: PTH-Suche). Personen, die in dieser Liste nicht zu finden sind, sind keine Psychotherapeuten.

Die Krankenkassen übernehmen für Psychotherapie einen Teil oder die gesamten Kosten.

Hier finden Sie eine Patienteninformation der Donau-Universitär Krems.

Energetiker und alle anderen Personen, die sich mit Auren, kinesiologischen Muskeltests, Numerologie, Pendeln, Magie, Rückführungen, Channeling, Engelssymbolen, Lichtkreisen, energetischer Lichtphysik – und wie diese Angebote alle heißen (ich bezeichne sie der Einfachheit halber hier als Energetiker) – beschäftigen, sind zum Erkennen, Diagnostizieren und Behandeln von psychischen (und körperlichen) Erkrankungen weder ausgebildet noch berechtigt!

Bei Energetikern handelt sich um ein sogenanntes „freies Gewebe“, also ein Gewebe, für das kein Befähigungsnachweis erforderlich ist und für das es auch keinen Befähigungsnachweis gibt. Jeder, der einen entsprechenden Gewerbeschein löst, kann sich Energetiker nennen.

Energetiker sind nicht zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Sie haben keine Berufshaftpflichtversicherung, da für diese Tätigkeit keine Versicherungspolizzen existieren.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.