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Angst ist grundsätzlich eine wichtige und lebensnotwendige Reaktion. Erst durch die Angst werden Blutdruck, Herzfrequenz und Atmung aktiviert, so dass wir mit Angriff oder Flucht auf eine bedrohliche Situation reagieren können. Tritt diese physiologische Reaktion jedoch ohne äußeren Anlass auf, spricht man von einer Angst- oder Panikstörung.
Menschen mit Panik und Ängsten kann durch Psychotherapie sehr gut geholfen werden, da ihre Ängste oft ein präziser Weg zu den wesentlichen Problemen, die ihnen zugrunde liegen, sind.
Jedoch verhindert die Angst oft den Beginn einer Psychotherapie bzw. führt dazu, eine Psychotherapieform zu wählen, die heikle, Angst machende Themen vermeidet. Dadurch kann Psychotherapie ineffizient werden.

Klinische Hypnose nach Milton H. Erickson

Klinische Hypnose„Die Ressourcen die Du brauchst, findest Du in Deiner eigenen Geschichte.“ (Milton H. Erickson)

Im Moment absolviere ich die Ausbildung in „Klinischer Hypnose nach Milton H. Erickson“ beim Hypno-Synstitut Wien.

Hypnose ist ein sehr altes und zugleich modernes Heilverfahren. Hypnotische Rituale lassen sich bis weit in die Frühgeschichte der Menschheit zurückverfolgen. Sie verbindet Körper und Seele wie keine andere Therapieform.

Begründer der modernen Hypnotherapie ist der amerikanische Arzt und Psychologe Milton H. Erickson. Er war überzeugt, dass niemand etwas Neues lernen, sondern vielmehr nur den Zugang zu seinen Fähigkeiten wieder finden müsse. Dabei machte er sich unbewusste Prozesse –  oft in leichten bis tiefen Trancezuständen – zu Nutze.

Hypnose ermöglicht sowohl eine hochfokussierte Aufmerksamkeit (vergleichbar mit einem Teleobjektiv, bei dem nur ein kleiner Ausschnitt sehr deutlich und optisch klar ist), als auch einen Bewusstseinszustand, bei dem viele Dinge gleichzeitig wahrnehmbar sind (vergleichbar mit einem Weitwinkelobjektiv). In diesem Zustand wird unser Erleben intensiver und unser Denken flexibler (=Trance).

Dabei sind unsere Gedanken, Gefühle und körperlichen Reaktionen besser zugänglich und veränderbar. Wir können innere Bilder entwickeln, die über die Sprache nicht so gut zugänglich sind und erhalten besseren Zugang zu unseren Gefühlen und unserem inneren Wissen. Denn für eine wirkungsvolle Psychotherapie ist kognitives Verstehen ohne emotionales Erleben zu wenig.

Auch Albert Einstein war der Meinung: „Kein Problem kann auf der Bewusstseinsebene gelöst werden, auf der es entstanden ist.“

Grundlage meiner Tätigkeit ist die hypnosystemische Haltung und nicht die „klassische“ Hypnose. In der hypnosystemischen Therapie wird die Trance großteils in die Gespräche eingebettet. Die therapeutische Beziehung hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Eine neugierige Grundhaltung (welche Werte, Sichtweisen und Glaubenssätze haben Sie?) und gleiche Augenhöhe sind die Grundlagen meiner Zusammenarbeit mit Ihnen. Ziel ist der Versuch, Ihr Verhalten, Denken und Erleben gemeinsam mit Ihnen zu verstehen und auf das von Ihnen gewünschte Ziel hin zu verändern.

Spektakuläre Showeinlagen, schnelle Wunderheilungen, „Rückführungen in frühere Leben“ oder Ähnliches kann ich Ihnen nicht anbieten. Hypnotherapeutische Methoden wende ich ausdrücklich nur im Rahmen eines professionell gestalteten psychotherapeutischen Prozesses und nach sorgfältiger Anamneseerhebung an. Aufträge, ein einzelnes Krankheitssymptom „schnell wegzuhypnotisieren“, ohne die Gesamtsituation der betroffenen Person näher zu betrachten, nehme ich nicht an.

Was ist der Unterschied zwischen Hypnotherapie und Bühnenhypnose?

Neben sozialpsychologischen Effekten, (es gibt Zuschauer und eine Bühne), verfolgen Bühnen- und Showhypnotiseure ausschließlich ihr eigenes Ziel –  nämlich das Publikum zu unterhalten.  Klinische Hypnose hingegen verfolgt ausschließlich die Ziele des Klienten.

Was ist nach einer Hypnose zu beachten?

Nehmen Sie sich nach der Sitzung ca. 15 Minuten Zeit, um wieder vollkommen wach zu werden, da nach einer Hypnose oft mit einer gewissen Müdigkeit zu rechnen ist. Fahren Sie erst nach diesen 15 Minuten selbst mit dem Auto, da Ihr Reaktionsvermögen im Straßenverkehr eingeschränkt sein könnte.


Angst, Panik & Zwangsstörungen

AngstAngst warnt uns vor Gefahren und zeigt uns, wo Vorsicht angebracht ist.

Sie ist grundsätzlich normal und gut.

Krankhafte Ausmaße nimmt sie an, wenn Belastungen zu groß werden und unsere Kräfte übersteigen.

 Übersteigerte Ängste können ganz unterschiedlich zum Ausdruck kommen. Sie schränken den persönlichen Lebensraum des Betroffenen immer massiv ein und beeinträchtigen seine Lebensqualität stark. Meistens führen sie zu einem immer ausgedehnteren Vermeidungsverhalten und zur Einschränkung persönlicher Aktivitäten.

Oft entwickelt sich wegen des durch die Angst eingeschränkten Lebensstils zusätzlich eine Depression.

Angststörungen sind grundsätzlich sehr gut behandelbar. Je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto rascher zeigt sich der Therapieerfolg.

In der Psychotherapie lernen Betroffene, wie sie Sicherheit und Halt finden können und den Umgang mit überschießenden Ängsten. Bisher gemiedene Situationen können wieder in das normale Leben integriert werden und die Lebensqualität wird damit wieder deutlich verbessert.

Eine Panikattacke ist die Bezeichnung für massive Angst, die unvorhersehbar und plötzlich eintritt und mit starken körperlichen Reaktionen einhergeht. Betroffene erleben diesen Zustand als äußerst bedrohlich und erleben Todesängste. Treten Panikattacken wiederholt auf, spricht man von einer Panikstörung.

Diese Panikzustände dauern in der Regel einige Minuten und sind nicht an bestimmte Situationen gebunden. Betroffene geraten oft in einen Teufelskreis, da sie Angst vor einer neuerlichen Panikattacke haben.

Die Psychotherapie unterstützt Sie dabei, die Ursachen der Panikattacken zu ergründen und zu überwinden. Ebenso wichtig ist es, den Zusammenhang zwischen körperlichen Symptomen und der Angst zu erkennen, um den richtigen Umgang damit zu erlernen.

Panikstörungen haben gute Behandlungsaussichten.

Kennzeichen von Zwangsstörungen sind immer wiederkehrende zwanghafte Gedanken und Handlungen unterschiedlichen Inhalts. Dahinter verbirgt sich eine besondere Form der Angst: Betroffene befürchten, dass ein Unglück oder ein Katastrophe geschehen könnte und tun alles dafür, dies zu verhindern.

Die meisten Patienten wissen, dass ihr Verhalten übertrieben ist. Dennoch gelingt es ihnen nicht, ihren Zwangsgedanken und -handlungen erfolgreich Widerstand zu leisten. Die Zwangsstörung belastet ihren Alltag meist erheblich.

Leider suchen viele erst relativ spät professionelle Hilfe und halten diese Erkrankung jahrelang geheim.

Zwänge können jedoch sehr gut behandelt werden. Je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto rascher und effizienter zeigt sich der Therapieerfolg.

Ziel ist, die zwanghaften Gedanken und Rituale zu unterbrechen und zu bewältigen. Ihre Lebensqualität wird dadurch deutlich verbessert.