Spielpsychotherapie

Spiel„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt “

(Friedrich Schiller)

In der Psychotherapie mit Kindern, aber auch mit Jugendlichen gilt das Spiel als die herausragende Methode, die psychisch belasteten Kindern hilft, sich emotional zu stabilisieren, eine gesunde Entwicklung einzuschlagen und traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Das Spiel ist gleichsam ihre Sprache, mit der sie sich mitteilen und durch die sie zu neuen Lösungen finden.

In der Spieltherapie suche ich gemeinsam mit Ihrem Kind nach individuellen Handlungsweisen und Hilfestellungen, die seine gesunde Entwicklung fördern und spielerisch aus Problemlagen herausführen.

Dabei benutze ich je nach Bedarf sowohl herkömmliche Regelspiele als auch offenes Spielmaterial wie Bälle, Seile, Spielzeugautos, Puppen und vieles andere. Aber auch Bewegung, Malen, Geschichten, Musik, Märchen, Lieder, Reime oder das Sandspiel kommen in der Spieltherapie zum Einsatz. Manche Spiele werden spontan erfunden.

Ablauf

Im Erstgespräch kläre ich zusammen mit den Eltern ab, worin das Problem liegt, was bisher versucht wurde, welche Vorstellungen und Erwartungen an mich vorliegen und ob die Spieltherapie überhaupt hilfreich erscheint.

Es ist möglich, dass anstatt des Kindes die Eltern zur Beratung oder Therapie kommen, weil das Symptom des Kindes hauptsächlich familiäre Ursachen hat. Oder das Kind kommt zur Spieltherapie und parallel gehen die Eltern oder ein Elternteil zur Psychotherapie bei einem Kollegen.

In den ersten Stunden soll das Kind Vertrauen zu mir und zur Situation bekommen. Manchmal sind die Mutter oder der Vater anfangs in der Therapie dabei, wenn das Kind sonst Angst hätte.

Spieltherapie ist weder Erziehung noch Pädagogik, sondern wirklich Therapie. So kann es durchaus vorkommen, dass nicht das Kind, sondern ich am Ende der Stunde die Spielsachen wegräume. Zuhause bestimmen natürlich Sie als Eltern über Wegräumen oder nicht.

Das höchste Gut der Spieltherapie ist die Freiwilligkeit des Kindes. Wenn das Kind merkt, dass es selbst darüber entscheiden kann, was, wie und wie lange es innerhalb einer Therapiestunde spielt, freut es sich auf die Therapie.

Die Dauer einer Therapieeinheit beträgt 50 Minuten. Meist wird eine Einheit pro Woche vereinbart. Die Länge einer Spieltherapie beläuft sich zwischen einigen Wochen oder Monaten und ein bis drei Jahren.

Spiel

In gewissen Abständen finden Elterngespräche statt. Wir besprechen, ob Sie zu Hause Erfolge sehen und wie Sie Ihr Kind unterstützen können.

Ich bin Verschwiegenheit gegenüber dem Kind verpflichtet, das heißt, dass Inhalte aus den Therapiestunden auch den Eltern nicht preisgegeben werden. Die Vertrauensbasis zwischen dem Kind und mir ist neben der Freiwilligkeit eines der wichtigsten Güter in der Therapie.